Griechenland 17.9. - 5.10.2021

Der Unfall

woMAN am Strand

Das E-Bike ist unschuldig, denn ich fahre gerade besonders langsam und vorsichtig, als ich an einer unübersichtlichen Kreuzung rechts abbiege. Schließlich weiß ich, dass Griechen zu Verkehrsregeln oft ein eher lockeres Verhältnis haben. Dass mir dann aber ein Moped auf meiner Straßenseite direkt entgegenkommt, schreckt mich doch.

Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremse ich stark. Zu stark. Ich fliege in einer nicht gar so eleganten Rolle über den Fahrradlenker auf den Asphalt. Gebrochen ist offenbar nichts. Prellungen allerdings überall.

Rückzug in unsere woMAN, die in diesem Sommer ein neues Dach bekommen hat.


Willkommen bei MAN Griechenland

Bruno unter woMAN

Bruno liegt unterm Auto. Das ist kein gutes Zeichen. Eine Warnleuchte, die nicht mehr verschwinden will, informiert uns darüber, dass wir eine Störung im Abgassystem haben. Das könnten wir ignorieren. Allerdings haben wir auf unsere woMAN noch Garantie und hätten die Sache deshalb gerne geklärt.

Bei MAN-Service in Ioannina informiert man uns, dass es in ganz Griechenland keine Werkstätte gibt, die einen Fehler bei so einem neuen Auto, wie dem MAN TGE auslesen kann. Nach einem Anruf bei der MAN-Zentrale in Athen, werden wir erfreulicherweise eines Besseren belehrt und machen uns auf den Weg.


woMAN in MAN-Werkstatt woMAN vor MAN-Werkstatt



In Athen angekommen, hören wir ein sehr freundliches „Willkommen bei MAN Griechenland“ in deutscher Sprache. Es ist der General Salesmanager, dem der für MAN-Verhältnisse kleine Wagen mit dem österreichischen Kennzeichen aufgefallen ist. Dazu kommt noch der bayrische Boss von MAN-Griechenland, der uns Kaffee anbietet. Der Chef der Werkstätte persönlich kümmert sich um das Auslesen des Fehlers und schon nach gut einer Stunde ist alles erledigt. Toller Service. Am meisten begeistert der Mülleimer mit MAN-Logo, der vor unserer woMAN in der Werkstatt seht. So hübsch.


Schnelle Entscheidung

Wasser tanken

Eigentlich haben wir geplant noch ein paar Tage auf dem Südpeloponnes zu verbringen und dann von Gythio nach Kreta überzusetzen. Aber jetzt sind wir eben wegen des Autos in Athen gelandet und damit ist der Hafen von Piräus ganz nahe.

Wasser haben wir noch in der Früh getankt und nichts hindert uns daran noch heute eine Fähre zu nehmen. Einige Stunden später fahren wir in Piräus schon auf das Schiff, das uns nach Chania auf Kreta bringt. Am nächsten Tag um 6 Uhr früh kommen wir dort an, zwei Stunden später sind wir in Triopetra.



Triopetra Triopetra


Das Erdbeben

Triopetra

Ich bereite gerade Tee zu, als das Wohnmobil zu wackeln beginnt. Ich bitte Bruno mit dem Schaukeln aufzuhören, weil ich mich sonst mit dem kochend heißen Wasser verbrühe. Der meint, dass er sich keiner Schuld bewusst sei und Wind weht auch gerade keiner. Ursache der Wackelei ist ein Erdbeben der Stärke 5.8 nordöstlich von uns.

Später erfahren wir, dass dabei in Heraklion ein Mensch ums Leben gekommen ist. Die nächsten Tage gibt es immer wieder kleinere Beben, zwei davon spüren wir noch ein wenig. Sonst ist es hier, wie immer, sehr friedlich.



Triopetra Triopetra



Schon wieder was...

Zuerst bekommt Bruno Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und alles, was dazugehört. Dann kommt der Wind. Dieser typische Meltemi. Sehr böig. Windstärken bis zu 7 Beaufort. woMAN wird nachts kräftig durchgeschüttelt. Wir verlassen den Strand in der Morgendämmerung und suchen Schutz in einem Olivenhain.

Wind bedeutet auf Kreta auch Staub. Staub auf dem Auto, auf dem Küchenblock, auf dem Fußboden, im Bett und natürlich auch Staub beim Eintatmen. Die Kombination von Wind und Husten ist gemein.

Ach ja - und als wir früh morgens vom Strand vor den Windböen geflohen sind, hat sich auch unsere hübsche gelbe Warnleuchte wieder eingeschaltet. Und dann werde auch ich noch krank. Manchmal kann man eben doch alles haben.



woMAN in Olivenhain woMAN in Olivenhain


Coronaregeln

Taverne

Man kann behaupten, dass sich alle griechischen Tavernen zusammen in dieser Gegend an die offiziellen Coronaregeln halten.

In einer Taverne tragen die Kellnerinnen und Kellner Masken (natürlich unter der Nase), in einer anderen stehen Desinfektionsmittel auf den Tischen und wieder eine andere hält sich an das Verbot von Musik im Lokal.

Und so trägt jeder Wirt etwas zur Gesundheit seiner Gäste bei. Halt jeder etwas anderes.


Taverne Taverne


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